Jan Hoßfeld
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Kunden über die Unternehmensnachfolge informieren: Reihenfolge, Inhalte und Vorlagen

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Eine Unternehmensnachfolge ist für Dich vermutlich ein großes Thema. So hart es klingt, für Deine Kunden ist sie erst einmal eine Störung. Kunden interessieren sich natürlich für Menschen, mit denen sie über Jahre zusammengearbeitet haben. Sie wünschen Dir vielleicht alles Gute und freuen sich, wenn Du eine gute Lösung gefunden hast.

Gleichzeitig haben sie aber eigene Fragen:

  • Bleibt mein Ansprechpartner?
  • Werden bestehende Zusagen eingehalten?
  • Ändern sich Preise oder Leistungen?
  • Versteht der Nachfolger unser Geschäft?
  • Muss ich damit rechnen, dass in den nächsten Monaten alles langsamer wird?
  • Wen rufe ich an, wenn es ein Problem gibt?

Deine Geschichte ist für Kunden einfach weniger relevant als ihre eigene betriebliche Sicherheit. Deshalb reicht es nicht, eine freundliche Rundmail zu verschicken, in der irgendwo zwischen Dankbarkeit, Lebenswerk und neuen Ufern steht, dass ab dem nächsten Monat jemand anderes verantwortlich ist.

Eine gute Kommunikation zeigt, dass Du verstanden hast, welche Fragen die Empfänger tatsächlich haben.

Du kommunizierst nicht mit „den Kunden“

Eines gleich vorab: Es gibt nicht die eine Nachricht, die für alle Adressaten gleich gut funktioniert. Ein langjähriger Schlüsselkunde benötigt andere Informationen als ein Kunde, der zweimal im Jahr eine Standardleistung bezieht.

Die Bank interessiert sich für andere Dinge als ein Lieferant. Mitarbeitende benötigen eine andere Form von Sicherheit als Geschäftspartner. Und ein Kunde, der eine enge persönliche Beziehung zum bisherigen Inhaber hat, reagiert anders als jemand, der ohnehin fast ausschließlich mit dem Team arbeitet.

Bevor Du eine Nachricht formulierst, solltest Du Deine Adressaten deshalb unterscheiden. Zum Beispiel:

Mitarbeitende

Sie wollen wissen, wer künftig entscheidet, was sich für sie verändert und ob ihre Arbeitsplätze sicher sind oder Verantwortungsbereiche sich ändern.

Banken und andere Finanzierungspartner

Sie interessieren sich dafür, wer künftig wirtschaftliche Verantwortung übernimmt, ob die Entscheidungsfähigkeit gesichert ist und wie der Übergang organisiert wird.

Schlüsselkunden

Sie wollen wissen, ob Leistungen, Ansprechpartner, Fristen, Verträge und wichtige Zusagen verlässlich bleiben.

Lieferanten und Kooperationspartner

Für sie ist wichtig, wer künftig verbindlich entscheiden darf und ob bestehende Vereinbarungen fortgeführt werden.

Übrige Kunden

Sie benötigen meist eine klare, verständliche Information darüber, was passiert, ab wann die Änderung gilt und an wen sie sich künftig wenden können. Das muss nicht bedeuten, dass Du für jeden Empfänger einen völlig neuen Text schreibst. Aber eine einzige Rundmail an alle ist selten die beste Lösung.

Wer sollte zuerst informiert werden?

In meinem ursprünglichen Beitrag hatte ich sinngemäß empfohlen, zuerst mit Geldgebern und besonders wichtigen Kunden zu sprechen. Das entsprach stark meiner eigenen Situation.

Nach dem Tod meines Vaters war unser Unternehmen wirtschaftlich angespannt. Die Bank fragte regelmäßig nach offenen Forderungen. Gleichzeitig waren wir fachlich und organisatorisch von wenigen Menschen abhängig. In dieser Lage war klar: Einige Beteiligte mussten sehr früh wissen, was passiert war und wie es weitergehen sollte. Daraus lässt sich aber keine universelle Reihenfolge ableiten.

Die sinnvollere Regel lautet:

Informiere zuerst die Menschen, deren Verhalten unmittelbar darüber entscheidet, ob der Übergang funktioniert.

Das können je nach Situation sein:

  • Gesellschafter,
  • Führungskräfte,
  • Mitarbeitende,
  • Banken,
  • Schlüsselkunden,
  • wichtige Lieferanten,
  • ein Betriebsrat,
  • oder externe Berater.

Bei einer geplanten Nachfolge ist die Reihenfolge meist gut steuerbar. Bei einem Todesfall, einer schweren Erkrankung oder einem plötzlichen Ausstieg ist sie das nicht. Dann kommunizierst Du unter Zeitdruck, während vielleicht noch vieles ungeklärt ist.

Gerade dann hilft eine einfache Unterscheidung:

  1. Wer muss es sofort wissen, weil er handeln oder entscheiden muss?
  2. Wer sollte es direkt von Dir erfahren, bevor Gerüchte entstehen?
  3. Wer kann informiert werden, sobald die ersten praktischen Fragen geklärt sind?

Wichtige Menschen sollten eine wesentliche Veränderung nicht zufällig über Dritte erfahren.

Geplante und ungeplante Nachfolge sind kommunikativ zwei verschiedene Situationen

Bei einer geplanten Nachfolge kannst Du eine Geschichte erzählen. Du kannst erklären, warum der Zeitpunkt gekommen ist, wie die Auswahl des Nachfolgers zustande kam und wie die Übergangszeit aussehen wird. Bei einer ungeplanten Nachfolge fehlt diese Vorbereitung.

Als mein Vater Ende 2010 starb, gab es keine ausformulierte Kommunikationsstrategie oder einen gut ausgearbeiteten Nachfolgeplan. Meine Mutter war kurz zuvor zur Co-Geschäftsführerin bestellt worden. Nach seinem Tod war sie formal die verantwortliche Person. Fachlich und operativ waren wir trotzdem auf das Team und besonders erfahrene Mitarbeiter angewiesen.

Wir informierten unsere Kunden noch im Dezember mit einem Brief. Meine Mutter schrieb persönlich über den Tod ihres Mannes, über die Fortführung des Unternehmens und darüber, wer künftig ansprechbar war. Aus heutiger Sicht war dieser Brief mehr als eine Mitteilung, denn er veränderte die „Adresse“, an die sich Kunden, Lieferanten und Partner wenden konnten.

Bis dahin war das Unternehmen eng mit meinem Vater verbunden gewesen. Nun musste nach außen sichtbar werden, dass das Unternehmen weiter existiert, dass Entscheidungen getroffen werden können und dass Kunden nicht im luftleeren Raum stehen. Wir konnten nicht jede Frage beantworten und erst recht keine absolute Sicherheit versprechen.

Wir konnten aber sagen:

  • Was geschehen war.
  • Wer nun Verantwortung übernommen hatte.
  • Dass das Team weiterarbeitete.
  • An wen sich Kunden wenden konnten.
  • Und dass wir die Fortführung ernsthaft und verbindlich angingen.

Rückblickend war das genau die richtige Botschaft, denn seriös mehr sagen war unmöglich, während weniger vermutlich nicht erreicht hätte.

Was eine gute Mitteilung enthalten sollte

Eine gute Nachricht zur Unternehmensnachfolge muss vor allem klar sein. Eleganz ist schön, aber zweitrangig. Aus meiner Sicht gehören sieben Punkte hinein.

1. Was passiert?

Nenne den Anlass ohne unnötige Umwege. Bei einer geplanten Nachfolge:

Zum 1. Januar übergebe ich die Geschäftsführung an …

Bei einem Verkauf:

Unser Unternehmen wird zum … Teil der … Unternehmensgruppe.

Bei einer ungeplanten Nachfolge:

Nach dem Tod unseres Geschäftsführers hat … die Geschäftsführung übernommen.

Der Empfänger sollte nicht erst nach drei Absätzen verstehen, worum es geht.

2. Ab wann gilt die Veränderung?

Ein konkretes Datum schafft Orientierung. Gibt es noch eine Übergangszeit, sollte auch das klar gesagt werden.

3. Wer übernimmt Verantwortung?

Ein Name allein mag für einige Adressaten reichen, für andere aber nicht.

Erkläre knapp:

  • Welche Rolle übernimmt die Person?
  • Welche Erfahrung bringt sie mit?
  • Welche Entscheidungen darf sie künftig treffen?
  • Wie wird der bisherige Inhaber während der Übergabe eingebunden?

4. Was bleibt verlässlich?

Kunden wollen wissen, ob ihre laufenden Themen weiterbearbeitet werden. Das können beispielsweise sein:

  • bestehende Verträge,
  • Ansprechpartner,
  • vereinbarte Leistungen,
  • Liefertermine,
  • Supportwege,
  • oder laufende Projekte.

Allerdings solltest Du nur Dinge zusagen, die Du auch sicher einschätzen kannst.

5. Was verändert sich?

Der Reflex ist oft, zu behaupten, dass alles genauso bleibt. Das ist fast nie vollständig wahr. Schon ein neuer Geschäftsführer verändert Entscheidungen, Prioritäten und Kommunikation. Selbst wenn Verträge, Team und Leistungen zunächst unverändert bleiben, wird sich im Alltag etwas verschieben.

Selbst wenn Du noch nicht weißt, welche konkreten Änderungen passieren, vermeide es, künstliche Unveränderlichkeit zu versprechen.

6. Wer ist künftig Ansprechpartner?

Spannenderweise wird dieser Punkt oft vergessen. Nenne konkret:

  • Name,
  • Funktion,
  • E-Mail-Adresse,
  • Telefonnummer,
  • und gegebenenfalls einen zweiten Kontakt.

Kunden sollten nach dem Lesen wissen, wohin sie sich wenden können.

7. Wann folgt die nächste Information?

Gerade wenn noch nicht alles geklärt ist, hilft ein konkreter Zeitpunkt für den nächsten Schritt in der Kommunikation.

Zum Beispiel:

Über die weitere Aufgabenverteilung informieren wir Sie bis Ende des Monats.

Oder:

Ihr persönlicher Ansprechpartner wird sich in den kommenden Tagen direkt bei Ihnen melden.

Damit entsteht nicht der Eindruck, dass die erste Nachricht bereits alle Fragen abschließend beantworten soll.

Bitte kein Corporate-Geschwurbel

Nachfolgemitteilungen sind anfällig für eine besondere Art von Sprache. Plötzlich geht es um „zukunftsorientierte Weichenstellungen“, „bewährte Werte“, „Kontinuität und Innovation“ sowie „die konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen Unternehmensgeschichte“. Solche Sätze sagen oft erstaunlich wenig.

Kunden möchten wissen:

  • Wer entscheidet?
  • Wer ist erreichbar?
  • Wird meine Leistung weiter erbracht?
  • Was verändert sich für mich?
  • Muss ich etwas tun?

Beantworte diese Fragen. Danach kannst Du immer noch schreiben, dass Du Dich auf die gemeinsame Zukunft freust.

„Alles bleibt wie bisher“ ist selten eine gute Botschaft

Auch wenn der Satz beruhigend wirkt, ist er hochproblematisch. Erstens ist er meistens nicht wahr. Zweitens kann er beim Nachfolger eine Erwartung erzeugen, die kaum zu erfüllen ist. Er soll Verantwortung übernehmen, darf aber bitte nichts verändern. Drittens verhindert die Aussage eine ehrliche Kommunikation über das, was noch nicht entschieden ist.

Besser sind Formulierungen wie:

Ihre bestehenden Verträge und Ansprechpartner bleiben zunächst unverändert.

Oder:

Für laufende Projekte ergeben sich durch die Übergabe aktuell keine Änderungen.

Oder:

Über mögliche Veränderungen informieren wir Sie frühzeitig und direkt.

Das ist präziser und verspricht nicht, dass ein Unternehmen nach einem Führungswechsel für alle Zeit identisch bleibt.

Persönlich oder schriftlich?

Bei wichtigen Kunden würde ich eine Nachfolge nicht ausschließlich schriftlich mitteilen. Ein persönliches Gespräch hat mehrere Vorteile. Du erkennst unmittelbar, welche Sorgen bestehen und kannst erklären, warum Du Dich für diese Lösung entschieden hast. Der Nachfolger kann sich selbst vorstellen und der Kunde bekommt ein Gefühl dafür, ob die Zusammenarbeit künftig funktionieren kann.

Die schriftliche Information bleibt trotzdem wichtig. Sie schafft einen gemeinsamen Stand und verhindert, dass nach mehreren Gesprächen unterschiedliche Versionen kursieren.

Für Schlüsselkunden kann die Reihenfolge beispielsweise so aussehen:

  1. Persönliches Gespräch mit bisherigem und künftigem Verantwortlichen.
  2. Schriftliche Zusammenfassung der wesentlichen Punkte.
  3. Konkrete Übergabe laufender Themen.
  4. Späterer Termin zur Überprüfung, ob die neue Zusammenarbeit funktioniert.

Bei einer großen Zahl kleinerer Kunden ist ein persönliches Gespräch mit jedem Einzelnen unrealistisch. Dort reicht meist eine klare schriftliche Information, ergänzt um die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Vorlage: Kunden über eine geplante Nachfolge informieren

Die folgende Vorlage ist bewusst einfach und sehr nüchtern gehalten. Du solltest sie an Deine tatsächliche Situation anpassen. Bitte kopiere sie nicht blind und ergänze anschließend drei Absätze über Tradition, Werte und Zukunft.

Betreff: Veränderung in der Geschäftsführung ab dem [Datum]

Sehr geehrte Frau [Name],
sehr geehrter Herr [Name],

zum [Datum] werde ich die Geschäftsführung unseres Unternehmens an [Name des Nachfolgers] übergeben.

[Name] ist seit [Zeitraum] als [bisherige Funktion] in unserem Unternehmen tätig / bringt Erfahrung aus [relevanter Bereich] mit und wird künftig die Verantwortung für [Aufgabenbereich] übernehmen.

Bis zum [Datum] gestalten wir die Übergabe gemeinsam. In dieser Zeit werden laufende Projekte, Kundenbeziehungen und wesentliche Entscheidungen schrittweise übergeben.

Für Ihre laufenden Aufträge und bestehenden Vereinbarungen ergibt sich aktuell keine Änderung. Ihr bisheriger Ansprechpartner [Name] bleibt weiterhin für Sie erreichbar.

Künftig können Sie sich zusätzlich direkt an [Name des Nachfolgers] wenden:

[Name]
[Funktion]
[E-Mail]
[Telefon]

Mir war wichtig, Sie frühzeitig und persönlich über diesen Schritt zu informieren. Gerne stellen wir Ihnen [Name des Nachfolgers] in einem gemeinsamen Gespräch vor und besprechen dabei auch die Themen, die für unsere weitere Zusammenarbeit besonders wichtig sind.

Vielen Dank für die bisherige Zusammenarbeit und das Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen entgegengebracht haben.

Mit freundlichen Grüßen

[Name des bisherigen Inhabers]
[Name des Nachfolgers]

Je nach Beziehung zum Kunden darf die Nachricht natürlich persönlicher sein. Bei einem langjährigen Schlüsselkunden würde ich nicht mit einer Standardmail beginnen. Dort gehört zuerst ein Gespräch hin.

Vorlage: Kunden über eine ungeplante Nachfolge informieren

Eine ungeplante Nachfolge braucht eine andere Sprache. Bei einem Todesfall oder einer schweren Erkrankung wäre es absurd, so zu schreiben, als handle es sich um einen gewöhnlichen Führungswechsel. Trotzdem benötigt der Empfänger praktische Informationen.

Betreff: Information zur Geschäftsführung unseres Unternehmens

Sehr geehrte Frau [Name],
sehr geehrter Herr [Name],

mit großer Trauer müssen wir Ihnen mitteilen, dass unser Geschäftsführer [Name] am [Datum] verstorben ist.

[Optional: ein kurzer persönlicher Satz zur Bedeutung des Verstorbenen für das Unternehmen.]

Die Geschäftsführung wurde mit sofortiger Wirkung von [Name] übernommen.

Unser Team führt die laufenden Arbeiten und Projekte fort. Für Ihre bestehenden Aufträge und Vereinbarungen bleibt zunächst [bisheriger Ansprechpartner] Ihre bekannte Kontaktperson.

Bei Fragen zur Geschäftsführung oder zu grundsätzlichen Themen wenden Sie sich bitte an:

[Name]
[Funktion]
[E-Mail]
[Telefon]

Uns ist bewusst, dass diese Veränderung auch bei Kunden und Partnern Fragen auslösen kann. Wir werden Sie informieren, sobald weitere organisatorische Entscheidungen getroffen wurden.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Verständnis in dieser für uns besonderen Situation.

Mit freundlichen Grüßen

[Name]
[Funktion]

Künstlich Stärke demonstrieren ist der sicherste Weg, Vertrauen zu verlieren. Es ist vollkommen in Ordnung, deutlich zu machen, dass die Situation schwierig ist und manche Fragen noch beantwortet werden müssen. Wichtiger ist, dass Kunden erkennen, dass das Unternehmen erreichbar ist, es verantwortliche Personen gibt und laufende Themen nicht vergessen werden.

Was nach der Nachricht passieren muss

Kommunikation endet nicht mit dem Versand. Eine perfekte Mail nützt wenig, wenn der Kunde danach weiterhin nur den bisherigen Inhaber erreicht oder der neue Ansprechpartner keine Entscheidungen treffen kann.

Die eigentliche Übergabe beginnt im Alltag:

  • gemeinsame Kundengespräche,
  • Übergabe wichtiger Vereinbarungen,
  • Dokumentation von Sonderfällen,
  • Klärung offener Angebote und Projekte,
  • nachvollziehbare Entscheidungsrechte,
  • Zugriff auf relevante Unterlagen,
  • und eine klare Eskalationsmöglichkeit.

Besonders wichtig ist der Entscheidungskontext. Ein Nachfolger kann in einem Dokument oder einer E-Mail lesen, dass einem Kunden eine Ausnahme gewährt wurde. Er weiß deshalb noch nicht, warum das geschah, welche Gegenleistung vereinbart wurde oder ob die Ausnahme bei der nächsten Verhandlung erneut gelten soll. Diese Zusammenhänge gehören in eine Übergabe.

Andernfalls bleibt die Kundenbeziehung weiterhin am Wissen des bisherigen Inhabers hängen, selbst wenn alle Kontaktdaten längst geändert wurden.

Eine kurze Checkliste vor dem Versand

Bevor Du die Nachricht verschickst, prüfe:

  • Ist der Anlass bereits intern ausreichend geklärt?
  • Sind die wichtigsten Mitarbeitenden informiert?
  • Wissen die genannten Ansprechpartner, dass ihre Kontaktdaten veröffentlicht werden?
  • Können sie die erwarteten Fragen tatsächlich beantworten?
  • Ist klar, wer künftig Entscheidungen treffen darf?
  • Sind bestehende Verträge und Zusagen geprüft?
  • Wird zwischen gesicherten Aussagen und offenen Fragen unterschieden?
  • Ist der Text verständlich oder voller leerer Formulierungen?
  • Gibt es Kunden, die vorher persönlich informiert werden sollten?
  • Ist festgelegt, was nach der ersten Nachricht geschieht?

Wenn die Kommunikation einen Nachfolger ankündigt, der praktisch noch nichts entscheiden kann, ist die Übergabe noch nicht weit genug. Dann hilft auch schöne Kommunikation nicht.

Zusammenfassung

Kunden über eine Unternehmensnachfolge zu informieren, ist eine diffizile Angelegenheit, die Fingerspitzengefühl ebenso braucht, wie Klarheit. Die Nachricht muss Orientierung geben, ohne den Anspruch zu haben, eine komplette Strategie zu erklären.

Kunden sollten nach Erhalt der Information folgendes wissen:

  • Was passiert?
  • Ab wann gilt die Veränderung?
  • Wer übernimmt Verantwortung?
  • Was bleibt zunächst unverändert?
  • Was verändert sich möglicherweise?
  • An wen können sie sich wenden?
  • Wann erhalten sie weitere Informationen?

Bei wichtigen Kunden gehört zusätzlich ein persönliches Gespräch dazu. Und nach der Kommunikation muss das Unternehmen beweisen, dass die angekündigte Übergabe im Alltag funktioniert, denn Kundenbeziehungen werden nicht dadurch übergeben, dass ein neuer Name unter einer E-Mail steht. Sie werden übergeben, wenn der neue Verantwortliche informiert ist, entscheiden kann und für den Kunden tatsächlich zur verlässlichen Adresse wird.

Weiterführende Inhalte

  • Wenn eine Schlüsselperson ausfällt: Was zuerst fehlt
  • Rollen im Unternehmen: Warum Rolle und Person getrennt werden müssen
  • Wobei ich bei Nachfolge, Übergabe und Personenabhängigkeit helfe
  • Meine Geschichte: ungeplante Übernahme und spätere Übergabe
24. August 2017/0 Kommentare/von Jan Hossfeld

Episoden

FUFM047: Die Kundenansprache – mit Dr. Oliver Ratajczak

Dr. Oliver Ratajczak nennt sich selbst „Ihre Kundenbrille“. Als ehemaliger Mitarbeiter eines CRM Herstellers ist er auch perfekt für diese Aufgabe geeignet. So gut, dass er es mittlerweile hauptberuflich macht. Er sieht seine Aufgabe darin, erfolgreiche, vertrauensvolle und langjährige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Solche Beziehungen werden in der Nachfolge auf eine harte Probe gestellt. Unklarheit, Unsicherheit und Angst vor einem Wandel zum negativen belasten diese Beziehung. In dieser Situation ist es essentiell, gut und zielgerichtet zu kommunizieren.

Nachdem ich in einer vergangenen Episode schon einmal über meine eigenen Erfahrungen gesprochen habe, lasse ich heute den Experten zu Wort kommen. Oliver hat viele wertvolle Tipps, worin Du als Nachfolger und Unternehmer Deine Energie investieren solltest.

Über Oliver Ratajczak:

Dr. Oliver Ratajczak hilft seit dem Jahr 2000 Unternehmern dabei ihren Kunden zu profitablen Stammkunden zu machen. Durch Optimierung der Kundenprozesse und Verbesserung der unternehmensinternen Zusammenarbeit – im Einklang mit der IT. Seine Erfahrung gibt er gerne als Redner, Berater, Sparringspartner und in seinem Blickwinkel KUNDE Podcast weiter.

Links zur Episode:

  • Homepage von Dr. Oliver Ratajczak
  • Denkanstöße: https://ihre-kundenbrille.de/denkanstoss
  • kostenloser virtueller Kaffee für Fragen rund um Kundengewinnung, Kundenbindung, Zusammenarbeit und Kommunikation: https://ihre-kundenbrille.de/kaffee
  • Blickwinkel KUNDE Podcast: https://ihre-kundenbrille.de/podcast
  • Workshop Stammkunden-Booster: https://ihre-kundenbrille.de/workshop/stammkunden-booster
  • Verbesserung der internen Zusammenarbeit durch ein modernes Intranet: https://ihre-kundenbrille.de/beratung/social-intranet-coach
7. Juni 2018/0 Kommentare/von Jan Hossfeld

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