Für Inhaber und Geschäftsführungen gewachsener Unternehmen

Was passiert, wenn die Person ausfällt, über die alles läuft?

Ein wichtiger Kunde wartet. Eine Entscheidung hängt fest. Wissen und Zusammenhänge liegen bei einem Menschen, der gerade nicht verfügbar ist. Spätestens dann wird sichtbar, wie viel betriebliche Handlungsfähigkeit an einzelnen Personen hängt.

Ich unterstütze Inhaber und Geschäftsführungen inhabergeführter Unternehmen dabei, solche Abhängigkeiten bei Ausfall, Nachfolge oder Verkauf zu erkennen, zu priorisieren und im laufenden Betrieb schrittweise zu verringern.

Das Ziel ist ein Betrieb, in dem kritische Entscheidungen getroffen, Aufgaben vertreten und Verantwortung tatsächlich übergeben werden können.

Es funktioniert – bis sich etwas verändert

Personenabhängigkeit wirkt lange schnell und pragmatisch. Kritisch wird sie, wenn es für wichtige Aufgaben oder Entscheidungen keinen zweiten Weg gibt.

Typische Hinweise:

  • Komplexe Fälle landen immer bei derselben Person
  • Kunden fragen nach einem Namen statt nach einer Funktion
  • Entscheidungen stauen sich beim Inhaber
  • Urlaub oder Krankheit erzeugen Alarm
  • Der Nachfolger hat Verantwortung, aber nicht den notwendigen Zugriff
  • Vertretungen funktionieren nur auf dem Papier

Drei Situationen, aus denen ein Arbeitsauftrag entstehen kann

Eine Schlüsselperson fällt aus

Krankheit, Kündigung, Ruhestand oder Überlastung machen eine bestehende Abhängigkeit sofort sichtbar.

Verantwortung soll übergeben werden

Bei Nachfolge, Verkauf oder Führungswechsel hängen Wissen und Entscheidungen noch am bisherigen Inhaber oder an wenigen Fachleuten.

Zu viel läuft weiterhin über den Inhaber

Delegierte Themen kehren zurück. Der Inhaber bleibt die Standardeskalation für zu viele Entscheidungen und kann sich nicht verlässlich aus dem Tagesgeschäft lösen.

Auch Banken, Käufer, Beiräte oder Prüfer können den Anlass schärfen. Häufig wird dabei sichtbar, dass Rollen, Vertretungen und Entscheidungswege weniger belastbar sind, als sie auf dem Papier erscheinen.

Nicht jede Abhängigkeit muss verschwinden

Menschen bleiben wichtig. Gefährlich wird eine Abhängigkeit dort, wo ohne eine bestimmte Person keine Entscheidung mehr getroffen, keine Leistung erbracht oder keine Verantwortung übernommen wird.

Ich arbeite daran,

  • kritische Abhängigkeiten sichtbar zu machen,
  • ihre betriebliche Bedeutung zu priorisieren,
  • Entscheidungsrechte und Vertretungen zu klären,
  • Wissen und Entscheidungsgründe zugänglicher zu machen,
  • eine erste Veränderung im Alltag umzusetzen,
  • und die weitere Arbeit auf wenige konkrete Themen zu begrenzen.

Gemeinsam klären wir, welche Abhängigkeiten im konkreten Anlass tatsächlich kritisch sind und was zuerst verändert werden muss, damit Entscheidungen getroffen, Aufgaben vertreten und Verantwortung übergeben werden können.

Ich kenne das Problem aus beiden Richtungen

Ende 2010 starb mein Vater. Damit fiel in unserem wirtschaftlich und strukturell fragilen Familienunternehmen der geschäftsführende Inhaber aus.

Eine vorbereitete Nachfolge gab es nicht. Gemeinsam mit meiner Mutter, dem Team und externen Partnern stabilisierte ich zunächst den Betrieb. In den folgenden Jahren entstanden schrittweise klarere Zahlen, dokumentiertes Wissen, Rollen, Entscheidungsrechte, Führungskräfte und Standards. Dabei wurde ich selbst zur zentralen Person.

Anfang 2025 konnte ich das Unternehmen verkaufen und übergeben. Entscheidend war dass der Betrieb danach ohne meine tägliche Anwesenheit weiter funktionierte. Diese Erfahrung ist heute die Grundlage meiner Arbeit mit Unternehmen in vergleichbaren Übergängen.

Erst die Mandatsprüfung, dann ein begrenzter Arbeitsauftrag

In einem vertraulichen Gespräch klären wir den Anlass, die beteiligten Personen, den zeitlichen Druck und die Frage, ob die Situation zu meinem Arbeitsfeld gehört.

Wenn die Situation passt, folgt eine bezahlte Klärungs- und Startphase. Sie liefert ein priorisiertes Bild der kritischen Abhängigkeiten. Mindestens eine konkrete Entscheidungs-, Vertretungs- oder Übergabesituation wird dabei geklärt oder praktisch getestet. Ein Folgeauftrag entsteht nur, wenn danach ein klar begrenztes Thema vorliegt.

Ich bearbeite die operative und organisatorische Seite eines Übergangs. Steuerliche, rechtliche, bewertungsbezogene, finanzielle und transaktionsbezogene Fragen bleiben bei den jeweils zuständigen Fachleuten.

Ich übernehme keine operative Interim-Geschäftsführung und biete kein allgemeines Persönlichkeitscoaching an.

Für Menschen, die solche Situationen früh sehen

Steuerberater, Rechtsanwälte, Banken, M&A-Berater, Beiräte, Wirtschaftsförderer und Verbände erkennen häufig früh, wenn ein Unternehmen zu stark an einzelnen Personen hängt. Eine kurze Beschreibung des Anlasses reicht, um zu prüfen, ob eine Empfehlung sinnvoll ist.

Für Veranstaltungen biete ich Vorträge darüber an, wie Personenabhängigkeit entsteht, woran sie im Alltag erkennbar wird und was bei Ausfall, Nachfolge oder Führungswechsel praktisch hilft.

Vorträge ansehen

In meinen Blog-Artikeln und dem früheren Podcast schreibe und spreche ich über Personenabhängigkeit, Verantwortung und die operative Realität von Nachfolge und Übergabe.

Einblicke lesen

Was würde in Ihrem Unternehmen nicht mehr funktionieren, wenn morgen eine zentrale Person fehlt?

Sie müssen noch keinen fertigen Projektauftrag formuliert haben. Im vertraulichen Orientierungsgespräch klären wir, ob Ihre Situation zu meinem Arbeitsfeld gehört und ob sich daraus eine sinnvoll begrenzte erste Arbeitsphase entwickeln lässt.

Mandatsprüfung anfragen

Alternativ per E-Mail an jan@janhossfeld.de