Unternehmensnachfolge? Nie im Leben!

Altmodisch, angestaubt, langweilig… das waren die freundlicheren Worte, die ich als Jugendlicher mit Nachfolge verband. Damals war es für mich nicht vorstellbar, jemals das Familienunternehmen zu übernehmen.

Jetzt, einige Jahre später, sehe ich das anders. Die Unternehmensnachfolge hat mein Leben und meine Sichtweise massiv verändert. Die Reise der vergangenen Jahre war vieles. Spannend, abwechslungsreich, nervenaufreibend… alles, aber nicht langweilig. Und genau darüber möchte ich deshalb sprechen.

Mein „warum“, mein Ziel: Nachfolge und StartUp vereinen…

Die StartUp-Kultur hat die Welt in den vergangenen Jahren massiv verändert. Die Methoden, die diese jungen Firmen benutzen, sind innovativ und erfolgreich. Sie passen zudem auch gut zu dem riesigen Wandel, den man unter den Begriff „Digitale Revolution“ fasst.

Ich glaube, dass die Denkweisen und Mittel von StartUps auch in bestehenden Unternehmen genutzt werden können. Meine eigene Nachfolge habe ich deshalb genau so gestaltet. Ich kam ungeplant in einer kritischen Situation durch einen Todesfall in meine heutige Rolle. Schnelles und flexibles Handeln war erforderlich, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern – also genau jene Qualitäten, die StartUps an den Tag legen. Deshalb entschied ich, ein Nachfolge-StartUp zu gründen. Einige Jahre später kann ich ein positives Fazit ziehen und möchte das Modell auch anderen nahe bringen. Ich bin überzeugt, dass es in Unternehmen jeder Größe und jeden Alters funktionieren kann und tolle Ergebnisse bringt.

Ganz nebenbei hoffe ich auch, damit einen Teil dazu beizutragen, Deutschland in die digitale Zukunft zu bringen. Hier gibt es noch massiven Nachholbedarf. Ich denke nicht, dass wir die USA auf dem Wege einholen, auf dem diese bereits rund 20 Jahre Vorsprung haben. Wir haben aber hierzulande eigene Stärken, vor allem einen gesunden Mittelstand mit erstklassigen Teams. Das Modell des Nachfolge-StartUps kann das schaffen, was wir mangels Venture Capital und der passenden Mentalität bislang verpasst haben: Die digitale Zukunft mitzugestalten, statt nur Zuschauer zu sein. Ich bin überzeugt, dass die Transformation unseres Mittelstandes in Nachfolge-StartUps der richtige Weg dafür ist. Und der Generationswechsel ist ein perfekter Zeitpunkt dafür.

Ernennung zum Gründungsbotschafter. Copyright Becker&Bredel

…aber auch über mir wichtige Themen zu schreiben

Sofern ich mich nicht gerade direkt oder indirekt mit meinem eigenen Nachfolge-StartUp beschäftige, gilt mein Interesse insbesondere den Bereichen Entrepreneurship/Leadership, Bildung und Politik.

All diesen Interessen gehe ich nach, indem ich hier auf meiner Seite blogge, auf Podien und als Speaker auftrete und Host beim Business Podcast Saarland bin. Daneben produziere ich mit Follow-Up.fm den ersten reinen Podcast zum Thema Nachfolge. Ich engagiere mich ehrenamtlich bei den Wirtschaftsjunioren Saarland, bin Mitglied des IHK Prüfungsausschusses und nehme bis Ende des Wintersemester 2016/2017 einen Lehrauftrag für Projektmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes wahr. Was mich besonders ehrt und freut, ist dass ich 2016 zum Gründungsbotschafter ernannt wurde und so mein Hauptthema weiter verbreiten kann.

Dennoch werde ich auch, bei entsprechendem Anlass, zu Themen schreiben, die nichts mit Nachfolge zu tun haben.

Weitere Informationen zu mir findest Du auch bei Xing oder LinkedIn. Ich freue mich aber ganz besonders, wenn Du einfach mit mir in Kontakt trittst!