Jedes Jahr zum Wechsel von Frühling zu Sommer steht eine Vielzahl von Konferenzen an. Von der Hanseraumkonferenz habe ich bereits berichtet. Heute möchte ich einen Eindruck meines ersten Besuchs in Bukarest im Rahmen der Europakonferenz 2023 geben.

Der Auftakt

Nach einem recht entspannten Flug sind wir in Bukarest gelandet. So viel Gepäck wie dieses Mal hatte ich noch nie dabei – ein ganzer Koffer voller Geschenke für Partner und Freunde im JCI-Umfeld! Was schön ist, ist dass praktisch überall (außer zu Hause) Bolt und Uber wunderbar funktionieren. Insofern war der Transfer zum Hotel überhaupt kein Problem.

Nachdem wir das Zimmer bezogen haben trafen wir auch die ersten bekannten Gesichter. Das hat sich auch am Abend fortgesetzt – der traditionelle Bavarian Kick-Off, am Vorabend der Konferenz, war wieder ein voller Erfolg. Mein Dank gilt dem Team rund um Elisabeth, die es möglich gemacht haben. Angesichts der riesigen Besucherzahl haben wohl auch alle, die ebenfalls früh angereist waren, diesen Abend genossen.

Offizielle Eröffnung

Am folgenden Tag gab es dann die, ganz offizielle, Eröffnung. Diese ist immer recht aufwändig. Ich hatte vorher noch eine Walking Tour gebucht, um mir einen Eindruck von Bukarest zu verschaffen. Einige Bilder siehst Du unter diesem Block. Besonders spannend ist der Kontrast zwischen Bauten aus den Zeiten der Monarchie und dem Sozialismus. Ebenso schön fand ich die Idee, ein Museum in Form eines Dorfes mit Bauten aus allen Regionen Rumäniens zu schaffen.

Die Eröffnungszeremonie ist jedes Mal beeindruckend. So auch in Bukarest. Im Messezentrum der Stadt wurde zuerst geprobt und dann durften sich alle teilnehmenden Nationen vorstellen. Darauf folgten Reden des Weltpräsidenten Viktor und der für Europa zuständigen Executive Vice President Nihal. Was erstaunlich war: Wir waren pünktlich fertig und konnten damit an dem rumänischen Abend, der direkt folgte, teilnehmen. Tolles Essen, gute Musik und ein wunderbares Delegationsfoto (JCI Germany stellte die größte Delegation) rundeten diesen Abend ab.

VIP Reception

Mein Donnerstag begann mit einem Training zum Thema Unternehmensnachfolge. Niklas und Julian haben dieses Training erstmals auf Englisch gehalten. Die riesige Runde sprach dafür, dass das Thema für viele interessant ist. Danach wurde es etwas stressiger, denn als größte Delegation will man sich ja nicht lumpen lassen. JCI Germany hat eine Reception organisiert, auf der letztlich mehr als 150 Personen auftauchten.

Im Rahmen dieses Empfangs wurde vielen Menschen ein Dank ausgesprochen und einige Würdenträger haben uns beehrt und Worte an die deutsche Delegation gerichtet. Darunter waren Vertreter der Deutschen Botschaft, der Außenhandelskammer, aber auch Weltpräsident Viktor, die Nationalpräsidentin von Rumänien, Christina, und viele andere mehr. Die Vereinigung der Deutschen JCI-Senatoren half tatkräftig bei Aufbau, Durchführung und Abbau mit.

Den Abschluss von Tag zwei bildete die Swiss-German-Night, die wir zusammen mit unseren Freunden aus der Schweiz organisiert haben.

Tag drei – eine deutsche Kandidatin

Im Rahmen der General Assembly, also der Mitgliederversammlung, kündigte Manuela Weber ihre Kandidatur für den Posten als Executive Vice President 2024 an. Nach 20 Jahren wäre es toll, wieder eine Person aus Deutschland in dieser Rolle zu haben! Ich konnte auch einige Zeit in der historischen Altstadt verbringen. Die Gebäude dort sind das krasse Gegenteil zu den sozialistischen Prunkbauten.

Die finnische Delegation durfte diesen Tag mit ihrer Party beenden. Traditionell bewerben die nächsten Ausrichter einer Konferenz dies durch die Organisation eines solchen Abends. Die Europakonferenz 2024 findet in Oulu statt – Hotels und Tickets sind ab jetzt verfügbar!

Krönender Abschluss

Der letzte Tag dieser Konferenz war ebenfalls ein voller Erfolg, denn es kommt der Höhepunkt, der immer ansteht: Die Gala. Diese fand im Parlamentspalast statt. Eine sehr exklusive Location, die man sonst nicht so zu Gesicht bekommt. Die schiere Größe des Baus, die Menge an Marmor, war absolut beeindruckend. Die Bilder vermitteln nicht mal ansatzweise, wie riesig das alles ist. Lasst Euch gerne mal von den reinen Zahlen des verlinkten Wikipedia-Artikels beeindrucken.

Es war ein absolutes Erlebnis, dieses Gebäude zu sehen und ein würdiger Abschluss einer tollen Konferenz. Neben Danksagungen findet auch immer die Awardszeremonie statt, in denen die Gewinner aus den Einreichungen des letzten Jahres bekanntgegeben werden. Leider haben wir dieses Mal keinen Preis abgeräumt. Für eine Podiumsplatzierung mit dem Tag der jungen Wirtschaft hat es immerhin gereicht.

Mit vielen Eindrücken, von baufälligen Straßen über hochmoderne Businessgebäude, von sozialistischem Prunk über historische Altstadt, von vollem 5G über Probleme beim Splitten von Rechnungen, ging es dann Sonntagnachmittag zurück nach Hause.