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	Kommentare zu: Weil es schon immer so war: Kindertagesbetreuung	</title>
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	<description>Betriebliche Übergaben bei Nachfolge und Führungswechsel klären</description>
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		Von: Gleiche Ergebnisse sind kein Kennzeichen von Gerechtigkeit		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-345</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gleiche Ergebnisse sind kein Kennzeichen von Gerechtigkeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2023 08:02:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] habe ich auch eine sehr differenzierte Meinung, die man auch nachlesen kann. Dass die Pflege oder Kinderbetreuung auch ein finanziell höheres Ansehen genießen sollte, finde ich auch. Und dass einige Berufe [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] habe ich auch eine sehr differenzierte Meinung, die man auch nachlesen kann. Dass die Pflege oder Kinderbetreuung auch ein finanziell höheres Ansehen genießen sollte, finde ich auch. Und dass einige Berufe [&#8230;]</p>
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		Von: Wir alle sind dafür verantwortlich, etwas zu ändern - JanHossfeld.de		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-202</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wir alle sind dafür verantwortlich, etwas zu ändern - JanHossfeld.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 08:23:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] Die historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründe sind mir natürlich klar. Ich glaube aber auch fest daran, dass sich Dinge ändern können. Und dass man dafür etwas tun muss. [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Die historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründe sind mir natürlich klar. Ich glaube aber auch fest daran, dass sich Dinge ändern können. Und dass man dafür etwas tun muss. [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Coronakrise - der Schnelltest für Unternehmenskultur &#124; JanHossfeld.de		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-169</link>

		<dc:creator><![CDATA[Coronakrise - der Schnelltest für Unternehmenskultur &#124; JanHossfeld.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 08:12:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] war Corona eigentlich noch kein Thema. In dieser Zeit hat sich aber viel verändert. Schulen und Kitas sind geschlossen, Restaurants und die meisten Geschäfte ebenso. Es herrschen [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] war Corona eigentlich noch kein Thema. In dieser Zeit hat sich aber viel verändert. Schulen und Kitas sind geschlossen, Restaurants und die meisten Geschäfte ebenso. Es herrschen [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Jan Hossfeld		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-164</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jan Hossfeld]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2020 14:30:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Christoph,

mir erschließt sich nicht unbedingt alles, was Du in meinen Beitrag hineininterpretierst - im Grunde stimme ich Dir zu, wenn ich sicherlich auch einiges nicht ausgeführt habe, es aber doch so meinte. Aber der Reihe nach:

Einen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit mit entsprechender Recherche erhebe ich nicht. Es ist eine Meinung. Dadurch ist natürlich auch nicht klar, ob und wie der aktuelle Personalschlüssel überhaupt erreicht wird.

Was aber klar ist, und da sind wir klar einer Meinung, ist, dass es Geld braucht. Denn alles, was ich mir so wünsche, kostet Geld - in Form von Personal. Flexiblere Öffnungszeiten brauchen mehr Personal, weniger Schließtage ebenfalls. Flexiblere Urlaubszeiten auch und gerade für Erzieherinnen und Erzieher hängen ebenfalls davon ab. 

Was ich definitiv zurückweise ist die Unterstellung, ich wolle mein Kind dauernd abgeben. Ganz im Gegenteil, ich möchte meinen Urlaub mit Kind machen, und es auch so einfach ununterbrochene Zeit mit ihm verbringen. Mit dem kleinen Aber, dass ich gerne wählen möchte, *wann* ich das tue - Hauptsaison, Nebensaison, Herbst oder Frühling statt Sommer oder Winter... all das ist nur dann möglich, wenn die oben genannten Bedingungen (im Wesentlichen viel mehr Personal) erfüllt sind. Der kleine Bonus ist, dass es dann auch auf ebenjenes zutrifft. Aktuell sind Erzieherinnen und Erzieher ja ebenfalls mit ihrem Urlaub an fixe Zeiträume gebunden.

Kurz gesagt, ich wünsche mir mehr Flexibilität für *alle* Beteiligten. Und ja, gerne unter der Auflage, dass Kinder ein Mindestmaß von X Wochen nicht in der KiTa sind, auf jeden Fall! Ein schönes Beispiel sind die Brückentage. Klar, viele Arbeitnehmer nehmen die eh frei, also passt es auch für die Kita ganz gut. Ich aber zum Beispiel nutze Brückentage gerne für unterbrechungsfreies Arbeiten. Mit anderen Worten, das System zwingt mich in ein Raster, in das ich nicht passe. Oder passen möchte. An Brückentagen braucht es sicherlich bei flexiblerer Gestaltung weniger Personal in der KiTa - generell zumachen allerdings ist, aus meiner Sicht, nicht mehr zeitgemäß. Und das trifft ja auch nicht nur auf mich zu - Feuerwehr, Krankenhaus und Co, all das muss ja an Brückentagen auch besetzt sein. Diese Menschen haben auch Kinder, und vielleicht keine Familie in der Nähe.

Es hängt jedenfalls alles am Geld. Ich erwarte da auch keine Kostenloskultur, aber wenn ich sehe, was alles so bezahlt wird, könnte man sagen: &quot;Warum denn nicht gerade die Kindertagesbetreuung?&quot;. Ein Beispiel: Die Reform für Soldaten (kostenlose Bahnfahrten) ist sicherlich in Ordnung. Was ich aber gar nicht nachvollziehen kann, ist warum diese dann die volle Pendlerpauschale weiterhin ansetzen können - das ist absurd und nimmt dem Staat Geld. Cum-Ex, Finanztransaktionssteuer und unendlich viele andere Beispiele gibt es dazu. Mit diesem Geld wäre viel möglich: Bessere Entlohnung des KiTa Personals, mehr Stellen, vielleicht auch mal Förderprogramme für mehr männliche Erzieher (noch etwas auf meiner Wunschliste)...

Und wenn man dann noch vielleicht drüber nachdenkt, Plätze eher nach echtem Bedarf (=hat Arbeit) zu vergeben, könnte das auch helfen.

Nur mal als kleine Gedankensammlung. Im Großen und Ganzen hast Du den zentralen Punkt gut ausgeführt: Es braucht viel, viel mehr Personal. Die Unterstellung, es geht darum &quot;abzuschieben&quot;, nur weil man nicht mit festen Schließzeiten in absurdem Maß einverstanden ist, weise ich zurück. Und ich denke, viele Menschen in KiTas wären auch froh, ihren Jahresurlaub anders und flexibler legen zu können. Das ist das zentrale Thema des Beitrags: Flexibilität, statt starre althergebrachte Muster.

Liebe Grüße an die Freundin, ich bewundere alle, die diesen Job machen!

PS: Und ja, Schule ist auch ein Thema. 12-14 freie Wochen pro Jahr - im Ernst? Warum? Und wie soll man das abdecken, wenn Oma und Opa nicht gerade können? Es tun, weil es immer so war, ist keine valide Antwort. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Christoph,</p>
<p>mir erschließt sich nicht unbedingt alles, was Du in meinen Beitrag hineininterpretierst &#8211; im Grunde stimme ich Dir zu, wenn ich sicherlich auch einiges nicht ausgeführt habe, es aber doch so meinte. Aber der Reihe nach:</p>
<p>Einen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit mit entsprechender Recherche erhebe ich nicht. Es ist eine Meinung. Dadurch ist natürlich auch nicht klar, ob und wie der aktuelle Personalschlüssel überhaupt erreicht wird.</p>
<p>Was aber klar ist, und da sind wir klar einer Meinung, ist, dass es Geld braucht. Denn alles, was ich mir so wünsche, kostet Geld &#8211; in Form von Personal. Flexiblere Öffnungszeiten brauchen mehr Personal, weniger Schließtage ebenfalls. Flexiblere Urlaubszeiten auch und gerade für Erzieherinnen und Erzieher hängen ebenfalls davon ab. </p>
<p>Was ich definitiv zurückweise ist die Unterstellung, ich wolle mein Kind dauernd abgeben. Ganz im Gegenteil, ich möchte meinen Urlaub mit Kind machen, und es auch so einfach ununterbrochene Zeit mit ihm verbringen. Mit dem kleinen Aber, dass ich gerne wählen möchte, *wann* ich das tue &#8211; Hauptsaison, Nebensaison, Herbst oder Frühling statt Sommer oder Winter&#8230; all das ist nur dann möglich, wenn die oben genannten Bedingungen (im Wesentlichen viel mehr Personal) erfüllt sind. Der kleine Bonus ist, dass es dann auch auf ebenjenes zutrifft. Aktuell sind Erzieherinnen und Erzieher ja ebenfalls mit ihrem Urlaub an fixe Zeiträume gebunden.</p>
<p>Kurz gesagt, ich wünsche mir mehr Flexibilität für *alle* Beteiligten. Und ja, gerne unter der Auflage, dass Kinder ein Mindestmaß von X Wochen nicht in der KiTa sind, auf jeden Fall! Ein schönes Beispiel sind die Brückentage. Klar, viele Arbeitnehmer nehmen die eh frei, also passt es auch für die Kita ganz gut. Ich aber zum Beispiel nutze Brückentage gerne für unterbrechungsfreies Arbeiten. Mit anderen Worten, das System zwingt mich in ein Raster, in das ich nicht passe. Oder passen möchte. An Brückentagen braucht es sicherlich bei flexiblerer Gestaltung weniger Personal in der KiTa &#8211; generell zumachen allerdings ist, aus meiner Sicht, nicht mehr zeitgemäß. Und das trifft ja auch nicht nur auf mich zu &#8211; Feuerwehr, Krankenhaus und Co, all das muss ja an Brückentagen auch besetzt sein. Diese Menschen haben auch Kinder, und vielleicht keine Familie in der Nähe.</p>
<p>Es hängt jedenfalls alles am Geld. Ich erwarte da auch keine Kostenloskultur, aber wenn ich sehe, was alles so bezahlt wird, könnte man sagen: &#8222;Warum denn nicht gerade die Kindertagesbetreuung?&#8220;. Ein Beispiel: Die Reform für Soldaten (kostenlose Bahnfahrten) ist sicherlich in Ordnung. Was ich aber gar nicht nachvollziehen kann, ist warum diese dann die volle Pendlerpauschale weiterhin ansetzen können &#8211; das ist absurd und nimmt dem Staat Geld. Cum-Ex, Finanztransaktionssteuer und unendlich viele andere Beispiele gibt es dazu. Mit diesem Geld wäre viel möglich: Bessere Entlohnung des KiTa Personals, mehr Stellen, vielleicht auch mal Förderprogramme für mehr männliche Erzieher (noch etwas auf meiner Wunschliste)&#8230;</p>
<p>Und wenn man dann noch vielleicht drüber nachdenkt, Plätze eher nach echtem Bedarf (=hat Arbeit) zu vergeben, könnte das auch helfen.</p>
<p>Nur mal als kleine Gedankensammlung. Im Großen und Ganzen hast Du den zentralen Punkt gut ausgeführt: Es braucht viel, viel mehr Personal. Die Unterstellung, es geht darum &#8222;abzuschieben&#8220;, nur weil man nicht mit festen Schließzeiten in absurdem Maß einverstanden ist, weise ich zurück. Und ich denke, viele Menschen in KiTas wären auch froh, ihren Jahresurlaub anders und flexibler legen zu können. Das ist das zentrale Thema des Beitrags: Flexibilität, statt starre althergebrachte Muster.</p>
<p>Liebe Grüße an die Freundin, ich bewundere alle, die diesen Job machen!</p>
<p>PS: Und ja, Schule ist auch ein Thema. 12-14 freie Wochen pro Jahr &#8211; im Ernst? Warum? Und wie soll man das abdecken, wenn Oma und Opa nicht gerade können? Es tun, weil es immer so war, ist keine valide Antwort. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christoph		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-163</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 11:13:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.janhossfeld.de/?p=1560#comment-163</guid>

					<description><![CDATA[Lieber Jan,

ich muss schon sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Deine These hast du schlecht recherchiert und neutral beschäftigt sich dein Artikel ja auch nicht mit dem Thema. Deshalb ist es also auch für mich in Ordnung einen speziellen Blickwinkel, so wie du, einzunehmen. Deiner ist der des Vaters der sein Kind möglich lange in die Kita bringen will. Meiner ist der eines Vaters dessen Frau seit langen Jahren eine Erzieherin ist und den stetigen Wandel miterlebt und -was noch viel wichtiger ist- neben deinem auch hunderte von anderen Kindern und Eltern. Also technisch gesehen vergleichen wir deine Eindrücke und die deiner Bekannten mit Leuten die das hundertfach und seit Jahren erleben.
Komisch...wenn wir ein Haus bauen gehen wir nicht zum Bekannten der das einmal gemacht hat und lassen es von ihm planen, sondern vom Architekten, der das schon hundertfach gemacht hat. Aber so schnell verschiebt sich in unserer Gesellschaft heute das Thema Mitsprache.

Nun aber zu meinem Kern kurz und knapp: Es ist eigentlich geregelt, dass jedes Kind einen Pflichtanspruch auf Urlaub hat, so wie deine Arbeitnehmer. Wenn deine Kita ausser an Weihnachten immer auf hat, müsstest du dein Kind trotzdem zur Erholung einige Wochen aus der Kita nehmen. Und dann?
Und genau da liegt der Punkt: dass die meisten Eltern bereit sind ihr Kind länger in Betreuung zu lassen als sie selbst arbeiten (ich gehe davon aus, dass jeder schön seinen Jahresurlaub in Anspruch nehmen möchte, auch du) finde ich einfach nur krass.
Dass die Eltern damit einfach alles kompensieren und auf nichts verzichten wollen, das darf man nicht sagen. Dann heißt es man sei von vorgestern und die Zeiten haben sich schließlich geändert und wir sind keine Hausfrauengeneration mehr. Das stimmt.
Wir sind eine Generation geworden, die alles kaufen und erfahren möchte. Karriere mit Kind, Hund und Kegel zur Not überwacht der Helikopter alles. Steuern aus der Vogelperspektive und alle drumherum müssen mitmachen. Auch die Institutionen sollen sich dem gefälligst beugen. Ja, es ist alles schon sehr selbstgefällig geworden. 
Und eines kann ich sagen: es ist immer dasselbe. Man interessiert sich immer erst dann dafür wenn man ein Kind hat und auch nur so lange bis es den Kindergarten verlässt. Dann wird zum neuen Thema geswitcht: Schule. Bin mir sicher, dass dich das bislang noch nicht interessiert. Aber warte ab, bald ist es soweit und es wird seeeehr lange dauern und da wirst du dann einige Artikel mehr schreiben müssen.

Man möchte eigentlich sagen: anprangern naja...was ist denn dein konkreter nicht-subjektiver Vorschlag?
Denn deine Anforderung ist krass: Bedarf ausserhalb von 7 bis 17 Uhr, keine Schliesstage und ich nehme an: am besten kostenlos. Naja, momentan betreut eine Erzieherin 10-12 Kinder. Wenn man dann einberechnet dass es keine Schliesstage mehr geben soll und wahrscheinlich hast auch du einen gewissen pädagogischen Anspruch und es fehlen Stellen. Naja, merkste wa? 

Ganz ehrlich: dein Artikel liest sich wie eine Provokation und eine Stellungnahme der &quot;Achtung-jetzt-komme-ich&quot;-Fraktion. Schade. Sehr sehr schade.


Gruß
Christoph]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Jan,</p>
<p>ich muss schon sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Deine These hast du schlecht recherchiert und neutral beschäftigt sich dein Artikel ja auch nicht mit dem Thema. Deshalb ist es also auch für mich in Ordnung einen speziellen Blickwinkel, so wie du, einzunehmen. Deiner ist der des Vaters der sein Kind möglich lange in die Kita bringen will. Meiner ist der eines Vaters dessen Frau seit langen Jahren eine Erzieherin ist und den stetigen Wandel miterlebt und -was noch viel wichtiger ist- neben deinem auch hunderte von anderen Kindern und Eltern. Also technisch gesehen vergleichen wir deine Eindrücke und die deiner Bekannten mit Leuten die das hundertfach und seit Jahren erleben.<br />
Komisch&#8230;wenn wir ein Haus bauen gehen wir nicht zum Bekannten der das einmal gemacht hat und lassen es von ihm planen, sondern vom Architekten, der das schon hundertfach gemacht hat. Aber so schnell verschiebt sich in unserer Gesellschaft heute das Thema Mitsprache.</p>
<p>Nun aber zu meinem Kern kurz und knapp: Es ist eigentlich geregelt, dass jedes Kind einen Pflichtanspruch auf Urlaub hat, so wie deine Arbeitnehmer. Wenn deine Kita ausser an Weihnachten immer auf hat, müsstest du dein Kind trotzdem zur Erholung einige Wochen aus der Kita nehmen. Und dann?<br />
Und genau da liegt der Punkt: dass die meisten Eltern bereit sind ihr Kind länger in Betreuung zu lassen als sie selbst arbeiten (ich gehe davon aus, dass jeder schön seinen Jahresurlaub in Anspruch nehmen möchte, auch du) finde ich einfach nur krass.<br />
Dass die Eltern damit einfach alles kompensieren und auf nichts verzichten wollen, das darf man nicht sagen. Dann heißt es man sei von vorgestern und die Zeiten haben sich schließlich geändert und wir sind keine Hausfrauengeneration mehr. Das stimmt.<br />
Wir sind eine Generation geworden, die alles kaufen und erfahren möchte. Karriere mit Kind, Hund und Kegel zur Not überwacht der Helikopter alles. Steuern aus der Vogelperspektive und alle drumherum müssen mitmachen. Auch die Institutionen sollen sich dem gefälligst beugen. Ja, es ist alles schon sehr selbstgefällig geworden.<br />
Und eines kann ich sagen: es ist immer dasselbe. Man interessiert sich immer erst dann dafür wenn man ein Kind hat und auch nur so lange bis es den Kindergarten verlässt. Dann wird zum neuen Thema geswitcht: Schule. Bin mir sicher, dass dich das bislang noch nicht interessiert. Aber warte ab, bald ist es soweit und es wird seeeehr lange dauern und da wirst du dann einige Artikel mehr schreiben müssen.</p>
<p>Man möchte eigentlich sagen: anprangern naja&#8230;was ist denn dein konkreter nicht-subjektiver Vorschlag?<br />
Denn deine Anforderung ist krass: Bedarf ausserhalb von 7 bis 17 Uhr, keine Schliesstage und ich nehme an: am besten kostenlos. Naja, momentan betreut eine Erzieherin 10-12 Kinder. Wenn man dann einberechnet dass es keine Schliesstage mehr geben soll und wahrscheinlich hast auch du einen gewissen pädagogischen Anspruch und es fehlen Stellen. Naja, merkste wa? </p>
<p>Ganz ehrlich: dein Artikel liest sich wie eine Provokation und eine Stellungnahme der &#8222;Achtung-jetzt-komme-ich&#8220;-Fraktion. Schade. Sehr sehr schade.</p>
<p>Gruß<br />
Christoph</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: Emil		</title>
		<link>https://www.janhossfeld.de/blog/weil-es-schon-immer-so-war-kindertagesbetreuung/#comment-162</link>

		<dc:creator><![CDATA[Emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2020 18:11:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.janhossfeld.de/?p=1560#comment-162</guid>

					<description><![CDATA[Amen. Besser kann man es nicht beschreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amen. Besser kann man es nicht beschreiben.</p>
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